Nach „herzzerreißender“ Niederlage: St. Paulis Sands fordert „Kaltschnäuzigkeit“
Bitterer geht es wohl kaum. In der Nachspielzeit mussten die Kiezkicker am gestrigen Samstag noch zwei späte Gegentore zur 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern schlucken.
St. Pauli-Profi James Sands hatte nach dem Spiel Probleme, diese späte Pleite zu akzeptieren. „Sie sind so ein guter Gegner und wir sind lange dran geblieben, aber gerade bin ich einfach nur sehr enttäuscht. Wir haben sehr gut gearbeitet und so zu verlieren, ist herzzerreißend“, erklärte der US-Amerikaner. Besonders ärgerlich: Wenige Minuten vor dem entscheidenden Tor durch Luiz Diaz (90. +3) hatte Louis Oppie die große Chance auf die Führung. Eine Szene, die Sands im Kopf geblieben ist: „Klar gibt es definitiv Dinge, die wir beim zweiten Tor hätten verbessern können. Aber die Vorlage war einfach Weltklasse. Das ist das höchste Level. Aber keine zehn Minuten davor hätten wir in Führung gehen können. Also ich glaube, so ein Team braucht nicht viele Chancen, um drei Tore zu machen. Wir sollten hingegen lernen, ein bisschen kaltschnäuziger zu werden“, so der 25-Jährige. Den Kopf hängen lassen, wollte er aber nicht: „Das nächste Spiel ist in ein paar Tagen, also müssen wir nach vorne gucken.“ St. Pauli empfängt dann Borussia Mönchengladbach (18 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) und hat die Chance, sich für das Viertelfinale des DFB-Pokals zu qualifizieren.