- 19.01.2026

St. Pauli-Boss Göttlich regt Debatte über WM-Boykott an

Von den Spannungen und Einflüssen der Weltpolitik bleibt auch der Sport nicht unberührt, wie sich etwa bei Donald Trumps Auftritt während der WM-Auslosung im Dezember 2025 sehen ließ – bei der Veranstaltung erhielt der US-Präsident den neu geschaffenen Friedenspreis der FIFA für seine Verdienste um die Beilegung internationaler Kriege und Konflikte. Zugleich stiftet Trump derer ständig neue an, dieser Tage zwischen den USA und jenen europäischen Staaten, die Dänemark im Streit um die Zukunft Grönlands beistehen.

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Um seinem Willen Nachdruck zu verleihen, die größte Insel der Welt in den Besitz der USA zu bringen, drohte er jüngst einigen EU-Staaten mit Zöllen.

St. Paulis Präsident Oke Göttlich, zugleich Mitglied des DFB-Präsidiums, regte vor diesem Hintergrund eine Debatte über einen Verzicht europäischer Nationen an der Weltmeisterschaft an, die im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet. Die Frage sei „doch tatsächlich berechtigt, ob Europäer an einem Wettbewerb in einem Land teilnehmen sollten, welches Europa indirekt und ggf demnächst direkt angreift“, schrieb er auf der Plattform LinkedIn als Antwort auf einen Post des Medienberaters Roland Eitel.

Darin hatte dieser die Doppelmoral mancher Menschen kritisiert und davon gesprochen, dass es die „neue Definition von pervers in einem Satz“ sei, wenn „die Leute nach ihren Amazon-Käufen während Netflix läuft mit ihrem Apple Handy auf Facebook oder X einen Beitrag veröffentlichen, indem sie Fußballspieler zum Boykott der Weltmeisterschaft in den USA aufrufen. Zu-Satz: Und dann wieder in ihr in den USA produziertes Auto steigen…“