St. Pauli-Keeper Vasilj: „Er hat mich vor die größten mentalen Aufgaben gestellt“
Am Wochenende war er beim Überraschungssieg gegen Hoffenheim einer der Helden bei St. Pauli.
Die Saison verlief jedoch nicht durchgehend so rosig für Torwart Nikola Vasilj. Im Hinspiel gegen den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt verursachte er durch einen Fehler das einleitende Eintracht-Tor zur 2:0-Niederlage für St. Pauli. Im „Abendblatt“-Interview verriet Vasilj, wie er mit solchen Situationen umgeht. „Ich lasse mich nicht zu sehr von solchen Fehlern runterziehen. Nach guten Spielen will ich nicht abheben und nach schlechten auch nicht am Boden zerstört sein“, so der 30-Jährige. „Früher war ich deutlich härter zu mir. Mit der Erfahrung, die ich gesammelt habe, fällt es mir deutlich einfacher, nach den Spielen abzuschalten.“Einen Mentaltrainer habe sich Vasilj nie genommen. „Ich habe ja meinen Vater“, erzählte er lachend. „Ernsthaft: Er hat mich schon vor die größten mentalen Aufgaben gestellt, weil er sehr hohe Ansprüche hat. Als ich noch Jugendspieler war, war er mein Torwarttrainer. Das war nicht immer einfach, hat mich aber sehr stark gemacht.“ Vasiljs Vater Vladimir war selbst Profi und hat unter anderem bei Dinamo Zagreb gespielt. Seit 2014 ist er als Torwarttrainer aktiv, mittlerweile in der U21-Nationalmannschaft Kroatiens.
