Foul an Vasilj? Das sagt Schiedsrichter Siebert zum Eigentor
Mit 1:3 unterlag der FC St. Pauli dem VfL Wolfsburg am Ende deutlich, doch ganz ohne kritische Szenen lief der Abstiegsgipfel zwischen den Kiezkickern und den Wölfen dann doch nicht ab. Insbesondere vor dem zwischenzeitlichen 1:2 der Niedersachsen gab es aus Sicht der Hamburger ein Foul an Nikola Vasilj. Schiedsrichter Daniel Siebert verneinte das im Anschluss allerdings. „Uns war bewusst in dem Moment, dass ein Tor den Unterschied ausmachen kann. Es stand 1:1. Wenn St. Pauli Pauli 2:1 in Führung gegangen wäre, hätten die sich in der Relegation gerettet, so was es dann der VfL Wolfsburg“, beschrieb der 42-Jährige seinen Weg zur Entscheidungsfindung bei TV-Sender Sky. „Wir wollten einfach den Kritikern kein Futter geben zu sagen: Ey, es ist eine unübersichtliche Situation. Warum schaut er es sich nicht wenigstens mal an?“
Nach dem Austausch mit Matthias Jöllenbeck war für Siebert klar, dass er es sich anschaut. „Der VAR hat gesagt: Ja, da ist Körperkontakt. Geh raus, schau es dir an. Einfach, um double zu checken und sicher zu sein, dass man nichts übersieht.“ Er sei rausgegangen und habe „ehrlicherweise nichts Illegales gesehen von irgendeinem Wolfsburger Spieler am Torwart. Wir haben alle Spieler, die da involviert waren – es war ja relativ unübersichtlich – gecheckt“, so Siebert. „Und ehrlicherweise sehe ich jetzt nichts Schlimmeres von irgendeinem Wolfsburger Angreifer im Vergleich zum Vasilj oder zu Irvine. Dementsprechend alles für mich handelsüblich und im Leben nicht irgendwo ein Grund, dieses Tor wegzunehmen.“
