Für diese drei St. Pauli-Abgänge geht es noch um alles
Die Saison des FC St. Pauli ist am vergangenen Wochenende mit dem denkbar bittersten aller Szenarien zu Ende gegangen. Während es für die aktuelle Auswahl des Kiezklubs nun Richtung Urlaub geht, haben drei St. Pauli-Kollegen aus der vergangenen Saison noch wichtige Spiele vor der Brust:
Philipp Treu (SC Freiburg): Welch großen Erfolg der 25-Jährige mit den Breisgauern einfahren kann, sollte ganz Fußball-Deutschland mitbekommen haben: Am Mittwoch (21 Uhr) treten Treu und der Sport-Club im Finale der Europa League in Istanbul gegen Aston Villa an. Für den Ex-Kiezkicker, der noch vor drei Jahren für die zweite Mannschaft der Freiburger in Liga drei kickte, wäre es der vorläufige Höhepunkt eines rasanten Karriere-Aufstiegs.
Carlo Boukhalfa (FC St. Gallen): Auch Boukhalfa kann einer herausragenden Saison noch die Krone aufsetzen: Im Endspiel des Schweizer Pokals (Sonntag, 14 Uhr) ist der 27-Jährige mit St. Gallen gegen Sensations-Finalist Stade Lausanne-Ouchy aus der zweiten Liga gefordert. In der Liga durften die Ostschweizer bereits die Vizemeisterschaft feiern, Boukhalfa spielte eine überragende Saison und erzielte zwölf Tore.
Siebe van der Heyden (KAA Gent): Für St. Paulis Rückrunden-Leihspieler der vergangenen Saison sieht es weniger rosig aus. Mit der KAA Gent zog er zwar in die Meisterrunde der belgischen Beletage ein, präsentiert sich mit seinen Kollegen dort jedoch in einer katastrophalen Verfassung: Aus acht Partien holte Gent nur fünf Punkte, blieb dabei ohne Sieg. In den verbleibenden zwei Partien wird es darum gehen, den letzten Strohhalm für das internationale Geschäft zu ergreifen: Klettern van der Heyden und Co. noch auf Platz vier, können sie sich über zwei weitere Spiele gegen den Gewinner der Conference-League-Qualifikationsrunde für eben jene qualifizieren. Aktuell beträgt der Rückstand auf den RSC Anderlecht zwei Punkte. Ein direktes Duell gibt es nicht mehr, weshalb Gent auf Patzer des Konkurrenten angewiesen ist und selbst abliefern muss. Das jedoch wird alles andere als ein Selbstgänger: In Union Saint-Gilloise (21.5.) und dem Club Brügge (24.5.) warten an den beiden verbleibenden Spieltagen die beiden Tabellenersten.
