- 21.07.2026

Transfer-Ärger bei einem St. Pauli-Konkurrenten

Während Sportchef Andreas Bergmann und Neu-Trainer Marcel Rapp Seite an Seite am neuen St. Pauli-Kader basteln, geht es bei einem Nord-Konkurrenten aus der 2. Liga heiß her. Hannover-Trainer Christian Titz hat öffentlich weitere neue Spieler gefordert – und Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt, ebenfalls ein ehemaliger HSVer, hat ihm gekontert. Transfer-Zoff bei 96!

„Da würde ich kein Geheimnis draus machen. Wir wissen alle, dass wir noch vier, fünf, sechs Spieler benötigen“, hatte Titz jüngst gesagt. „Natürlich ist es so, dass noch einige Spieler fehlen. Jeder Trainer will immer so früh wie möglich seinen Kader zusammenhaben, um mit den Spielern zu arbeiten und Dinge einzustudieren.“

Ex-HSV-Sportvorstand Boldt hat diese verbale Offensive nicht gefallen. Seine Reaktion: „Nur Spieler zu verpflichten, ist nicht des Rätsels Lösung. Wir wollen es planvoll angehen. Es ist ja kein PlayStation-Spiel, wo man unendlich Geld hat oder einen Cheatcode. Ich habe die Gesamtverantwortung und gebe die Strategie vor. Ich habe bewusst gesagt, dass wir den Kader ein bisschen kleiner machen wollen. Es ist nicht so, dass wir nur Spieler abgegeben und nicht geholt haben. Dass man aber sagt, ich möchte besser werden, das unterschreibe ich total.“ Und direkt in Richtung von Titz meinte Boldt: „Christian ist ein Trainer, der sich auch als Entwickler und Bessermacher sieht. Das gilt es, auch in dieser Saison wieder zu beweisen.“ Natürlich wolle man noch neue Spieler verpflichten: „Aber wir lassen uns nicht treiben.“ Hannover 94 hatte in der Vorsaison als Vierter knapp den Bundesliga-Aufstueg verpasst.