„Berührt mich“: Welcher Gedanke St. Paulis Banks nicht loslässt
Es ist eine Frage, die viele Menschen in unterschiedlichen Ausführungen mit Blick auf den eigenen Lebenslauf und die Welt im Allgemeinen umtreibt: „Was wäre, wenn...?“ Im Fall von Scott Banks stellt sich vor allem eine Frage: Wie wäre seine Zeit beim FC St. Pauli verlaufen, wenn er sich nicht kurz nach seiner Ankunft schwer am Knie verletzt hätte? „Ich versuche, nicht darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn ich mir das Kreuzband nicht gerissen hätte. Dieses Thema berührt mich wirklich“, gestand der Schotte im Gespräch mit dem „Abendblatt“. „Natürlich hatten wir damals eine großartige Saison, sind aufgestiegen – und als ich am 34. Spieltag durch eine Vorlage noch mithelfen durfte, Meister zu werden, war das einer der besten Tage meines Lebens“, hat Banks zwar auch positive Erinnerungen an die Saison. „Aber natürlich fragt man sich manchmal, was passiert wäre, wenn ich die gesamte Saison über fit gewesen wäre.“
Durch den Kreuzbandriss konnte Banks auf dem Kiez nie richtig Fuß fassen, nach der ersten Seuchen-Saison kam er in der zweiten nur zwölf Bundesliga-Teileinsätze und verbrachte die dritte leihweise in England. Die Gedanken, was ohne die Verletzung alles anders hätte laufen können, umtrieb ihn vor allem, „als ich mentale Tiefpunkte hatte. Jetzt habe ich keine Zeit mehr, darüber nachzudenken. Es bringt auch nichts, weil ich es nicht mehr ändern kann.“ Ob er nun, vor seiner vierten Saison auf dem Kiez, die letzte Chance hat, seinem St. Pauli-Engagement noch eine positive Wendung zu verleihen? Banks möchte sich da nicht festlegen. „Im Fußball ist es unmöglich zu sagen, wann man die letzte Chance auf etwas hat“, betont der 24-Jährige. „Momentan denke ich nicht darüber nach, wann die Zeit bei St. Pauli enden könnte. Mein einziger Fokus ist, mich in dieser Vorbereitung zu zeigen.“
