- 13.08.2026

Kritik am Westfield-Fanshop: Das sagt St. Paulis Vermarktungschef

Für den Plan, einen Fanshop im Westfield-Center in der HafenCity zu eröffnen, erntete der FC St. Pauli viel Kritik. Vor allem aufgrund verschiedener Skandale und Vorkommnisse während des Bauprozesses – unter anderem soll es illegale und prekäre Beschäftigungsverhältnisse gegeben haben, außerdem starben fünf Arbeiter beim Einsturz eines Gerüstes – ist das Shopping-Center höchst umstritten. Sowohl von Fans als auch aus der Politik gab es deshalb Kritik an St. Pauli.

Im Podcast „MillernTon“ hat sich Patrick Mushatsi-Kareba, seit März als Leiter Vermarktung und Vertrieb beim Kiezklub, nun zu den Vorwürfen geäußert. Von den ums Leben gekommenen Arbeiter, gestand Mushatsi-Kareba, habe er nicht gewusst. „Das war mir nicht bekannt, das war nicht ideal“, sagte er. „Scheiße, dass ich das nicht wusste“.

Obwohl die Pläne schon vor seinem Amtsantritt feststanden, hat Mushatsi-Kareba sich aber ausdrücklich zu dem Projekt bekannt. „Ich habe das ganz klar bejaht, dass uns das voranbringt“, sagte Mushatsi-Kareba. Er glaube, dass man das im Vergleich zu den beiden Stores auf dem Kiez vollkommen andere Umfeld des neuen Shops in eine „kulturelle Klammer“ packen könne. „Man spricht dort andere Menschen an, das ist ein Schaufenster, das wir bespielen können.“ Die vom Verein favorisierte Version, einen eigenen Store komplett selbst aufzubauen, sei monetär nicht darstellbar gewesen: „Die Lösung im Westfield ist bei Weitem günstiger.“