- 24.08.2026

Viel zu wenig: Die ernüchternden Statistiken der St. Pauli-Pleite

Am Tag nach der bitteren 0:2-Pleite des FC St. Pauli in der ersten Runde des DFB-Pokals müssen sich die Kiezkicker die Fragen gefallen lassen, wie dieses Pokal-Debakel möglich war. Schließlich ist diese Niederlage gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen auch laut den Statistiken keineswegs unverdient gewesen. Während die Hamburger in der ersten Hälfte zwar noch zu mehreren großen Chancen kamen, darunter auch ein Fehlschuss von Martijn Kaars aus knapp drei Metern Entfernung, waren Torannäherungen an den Essener Kasten in der zweiten Hälfte Mangelware. Das zeigt auch die Torschuss-Statistik: Über 90 Minuten kam die Heimmannschaft auf 19 Torschüsse, bei den Kiezkickern waren es in der ganzen Partie nur sieben – davon nur einer in der zweiten Hälfte. Das führte auch dazu, dass RWE bei den X-Goals einen höheren Wert hatte (1,92 zu 1,41).

Abseits vom gegnerischen Strafraum haben die Braun-Weißen jedoch eigentlich eine gute Partie absolviert. Sowohl beim Ballbesitz (61 Prozent) als auch bei der Passgenauigkeit (76 Prozent angekommene Pässe) waren die St. Pauli-Profis ihrem Gegner überlegen. Auch mangelnder Einsatz kann den Kiezkickern nicht vorgeworfen werden. 69 Prozent aller geführten Zweikämpfe und 58 Prozent aller geführten Luftzweikämpfe konnten die Hamburger gewinnen. Wie bei den ersten beiden Liga-Partien bleiben die großen Probleme also in der Chancenkreierung und Chancenverwertung. Probleme, die es für Marcel Rapp und seine Mannschaft nun schnellstmöglich abzulegen gilt. Ansonsten droht ein enttäuschender Saisonstart.