- 03.09.2026

VAR-Ansage auf großer Bühne: Viel Zuspruch für Ex-St. Pauli-Trainer Schultz

Wer zu seinen Zeiten als St. Pauli-Trainer mit Timo Schultz zu tun hatte, der weiß, dass der 49-Jährige dem Videoassistenten auch damals schon sehr kritisch gegenüber stand. An dieser Haltung hat sich seither wenig verändert, jedenfalls ist seine Skepsis nicht kleiner geworden. Am Mittwochabend brachte Schultz, inzwischen Trainer von Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück, diese auf großer Bühne zum Ausdruck.

Soeben war er mit seiner Mannschaft gegen Bayern München in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden, da sprach ihn Sky-Moderator Sebastian Hellmann auf das zwischenzeitliche 3:1 der Münchner (Endstand 4:1) an – Offensivstar Michael Olise hatte den Ball vor seinem Treffer mit dem Arm berührt. Ob dies besonders ärgerlich sei, weil es in der ersten Pokalrunde keinen VAR gebe, wollte Hellmann wissen. Schultz verneinte.

„Ich bin schon mal gar nicht hier, um über den Schiedsrichter zu reden“, setzte er an und führte aus: „Ich nehme lieber ein Spiel ohne VAR mit ein oder zwei Fehlentscheidungen als den VAR. Zu 100 Prozent. Ich war letztes Jahr in der dritten Liga – da ist der Ball im Netz gelandet, der Schiedsrichter hat zum Mittelpunkt gezeigt und alle haben gejubelt“, sagte Schultz und begründete seine Kritik an den Videoeingriffen: „Es ist einfach so, dass dieser VAR einem vorgaukelt, dass es eine Gerechtigkeit gibt. Und im Grunde genommen sind das einfach nur Fehler, wie sie auch ein Schiedsrichter macht, aber die sind komplett unsympathisch, weil man denkt: Eigentlich dürfte das doch so nicht sein.“

In sozialen Medien erntete der frühere St. Pauli-Profi für seine Worte viel Zuspruch, viele Fans sehen den Videobeweis ebenso kritisch wie er. Um den VAR herum kommen wird allerdings auch Schultz nicht – in der zweiten Liga ist dieser immerzu im Einsatz.