„Wie ein Schwerverbrecher“: Was der St. Pauli-Sieg auslösen kann
Als Sören Storks am Samstagabend das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg abpfiff, stand den Kiezkickern die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Endlich konnten sie wieder einmal einen so lang ersehnten Sieg feiern. Das taten sie auch – zusammen mit den Fans. „Die haben die mal schön beackert“, lobte Zweitliga-Rekordtorschütze und Sky-Experte Simon Terodde die Leistung von St. Pauli im Podcast „Tusche & Terodde – Ein Ball für zwei“.
Er und sein Podcast-Partner Torsten Mattuschka erinnerten sich anschließend, was ein solcher Sieg nach einer Negativserie auslösen könne. „Dann kommen die mal in so eine Trainingswoche mit dem Gefühl, so ein scheiß Spiel gewonnen zu haben“, fühlte Mattuschka mit dem SV Darmstadt 98 mit, der ebenfalls seinen ersten Sieg der Saison feiern konnte. Es sei nicht nur für die Kabine, das Trainerteam und die Verantwortlichen wichtig. „Alle sind froh. Du kannst auch mal in die Stadt gehen ohne das Gefühl zu haben, dass dich alle angucken“, sagte Mattuschka. „Du fühlst dich wie ein Schwerverbrecher“, gab Terodde einen Einblick ins Profigeschäft. „Bei Cottbus bin ich nicht mehr in die Stadt gefahren und mal was essen gegangen, weil ich gedacht habe: Oh, was denken die, wenn die dich sehen“, verriet Mattuschka. Ein solcher Sieg wie in der Situation von St. Pauli steigere die Lebensqualität, sind sich beide einig.
