- 13.11.2025

Ist St. Pauli zu lieb für die Bundesliga? Weshalb diese Statistiken Sorgen bereiten

Der FC St. Pauli steht derzeit laut „SportBild“ auf einem geteilten sechsten Platz der Bundesliga-Fairness-Tabelle.

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Das klingt erstmal so, als seien die Boys in Brown im Zweikampfverhalten eher zurückhaltend und dürfte jene bekräftigen, die meinen, im Tabellenkeller und Abstiegskampf müsse es auch mal ruppig zur Sache gehen. Bislang bekam St. Pauli von den Schiedrichtern lediglich gelbe Karten gezeigt. 20 Stück an der Zahl. Einen Platzverweis mit Gelb-Rot oder glatt Rot gab es hingegen bislang noch nicht. Zum Vergleich: der HSV steht derzeit über St. Pauli, kassierte lediglich 18 Gelbe, dafür drei gelb-rote Karten und einen direkten Platzverweis. Der Knackpunkt ist allerdings, dass die Quantität der Karten kaum etwas über die Qualität des Zweikampfverhaltens aussagt. Im Schnitt werden die Kiezkicker an den ersten zehn Spieltagen zweimal pro Partie verwarnt. Was aber nicht bedeutet, dass die Zweikämpfe zwingend zu schwach oder mit dem falschen Timing geführt werden. Manches liegt ja auch in der subjektiven Betrachtung der Schiedsrichter.

An dieser Stelle lohnt sich ein Blick in eine andere Statistik. Mit einer durchschnittlichen Zweikampfquote von lediglich 47,5 % gewonnener Zweikämpfe pro Spiel sind die Hamburger zusammen mit Union Berlin das Schlusslicht der Liga. Gegen den SC Freiburg (1:2) unterbot die Blessin-Elf diesen Wert sogar und kam trotz wirklich starker letzten 20 Minuten nur auf 45,7 % gewonnener Zweikämpfe. Oftmals bleibt also nur noch das Foulspiel als einzige Lösung. Der Cheftrainer dürfte ganz genau darauf achten, an welchen Stellschrauben er im Training drehen muss, damit der Kiezklub endlich wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt.