Erfolgstrainer mit einzigartiger Geschichte: St. Pauli trauert um Erwin Türk
Der FC St. Pauli trauert um seinen ehemaligen Cheftrainer Erwin Türk.
Wie das FC St. Pauli-Museum auf seiner Facebook-Seite unter Berufung auf die Traueranzeige der Familie mitteilt, sei Türk am 5. November eine Woche vor seinem 91. Geburtstag daheim in Leer-Logabirum (Ostfriesland) „friedlich und in Würde zu Hause eingeschlafen“.Türk war von 1968 an drei Jahre lang als Übungsleiter der Braun-Weißen tätig, nachdem er sich schriftlich auf den Posten beworben hatte und nach ausbleibender Antwort telefonisch einen Gesprächstermin mit Präsident Wilhelm Koch vereinbarte, dem er für ein unterdurchschnittliches Gehalt seine Dienste anbot. Ein Glücksgriff, denn in der Folge trotzte Türk einem personellen Umbruch und stabilisierte das Team in der damals noch zweitklassigen Regionalliga Nord mit dem Highlight der Vizemeisterschaft 1971, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga berechtigte, wo der ganz große Wurf allerdings ausblieb. Nach seiner Station auf dem Kiez war „Ata“, wie Türk in Anlehnung an den türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk gerufen wurde, noch für den VfL Osnabrück (1971 bis 1973), Borussia Neunkirchen (1973 bis 1975) und Eintracht Bad Kreuznach (1976 bis 1977) tätig. An diesem Freitag findet auf dem Friedhof in Leer die Beisetzung Türks statt.
