„Scheiß IMK“: So lief der Fan-Boykott am Millerntor
Zwölf Minuten ohne Support lautete die Abmachung der Fußballfans vor dem Spieltag. Während sich die Anhänger von RB Leipzig beim 2:0-Heimsieg gegen Werder Bremen nicht daran hielten und nach drei Minuten lautstark anfeuerten, wurde es am Millerntor wie vereinbart erst laut, als die Stadionuhr auf zwölf gespielte Minuten sprang.
Aber: direkt mit dem Anpfiff gab es kurzzeitig einen Wechselgesang zwischen St. Pauli- und Union-Fans. „Scheiß IMK“ tönte es aus beiden Fanblöcken. „IMK“ steht für Innenministerkonferenz. Fans befürchten eine Personalisierung von Eintrittskarten, Stadionverbote auf Verdacht und die Einführung KI-gestützter Gesichtserkennung. Die Innenminister der Länder tagen vom 3. bis 5. Dezember in Bremen. Als es im Stadion wieder laut wurde, ließen die Berliner Gästefans noch ein ordentlich Feuerwerk folgen, was zu einer kurzen Spielunterbrechung führte.