Erfolgstrainer von St. Pauli-Konkurrent plötzlich angezählt
Der Fußball ist mitunter ein schnelllebiges Geschäft, in dem drei Monate bereits eine halbe Ewigkeit sein können. Aktuellstes Beispiel: Eintracht Frankfurt.
Mitte September herrschte über der Bankenmetropole noch strahlender Sonnenschein: Die „Adlerträger“ waren mit zwei Siegen aus den ersten drei Spielen in die Bundesliga-Saison gestartet und zum Auftakt der Königsklasse mit 5:1 über den türkischen Spitzenklub Galatasaray hinweggerollt. Nun, Anfang Dezember, hängt der Haussegen bei den Hessen hingegen mächtig schief. In der Tabelle steht zwar immer noch ein ordentlicher siebter Platz zu Buche, am Samstag setzte es jedoch eine herbe 0:6-Klatsche bei RB Leipzig. Vor allem die Defensive bereitet Sorgen: Mit bereits 29 Gegentreffern stellt die Eintracht die schwächste (!) Abwehr der Liga. Zum Vergleich: Der FC St. Pauli hat trotz zuletzt neun Niederlagen in Serie „nur“ 25 Gegentore schlucken müssen. Folgerichtig sieht sich auch Trainer Dino Toppmöller zunehmender Kritik ausgesetzt. Dem „kicker“ zufolge wachsen die Zweifel am Übungsleiter, dem „zunehmend eisiger Wind entgegen“ blase. Mit dem Auswärtsspiel beim FC Barcelona in der Königsklasse und dem anschließenden Heimspiel gegen den FC Augsburg in der Bundesliga liegen zwei Aufgaben unter gänzlich unterschiedlichen Vorraussetzungen vor der Eintracht. Es erscheint durchaus möglich, dass diese bereits mitentscheidend über die Zukunft von Toppmöller sind.