Bei der WM eingeführt: St. Paulis Irvine spricht über „kontroverse“ FIFA-Regel
Vor einigen Tagen, bei der Partie zwischen Paraguay und der Türkei, war die neue Regel zum ersten Mal im Einsatz. Der Südamerikaner Miguel Almirón hatte sich die Hand vor den Mund gelegt und seinem Gegenspieler offensichtlich ein paar Worte mitgegeben.
Seit dieser WM ist das nicht mehr erlaubt – der Schiedsrichter bekam einen Hinweis vom Video-Assistenten und hatte keine andere Wahl, als Almirón die rote Karte zu zeigen. Der Paraguayer wird damit das entscheidende Gruppenspiel gegen Australien verpassen (Freitag, den 26. Juni um 4 Uhr). Nun hat sich auch St. Pauli-Kapitän Jackson Irvine zu der neuen Regel geäußert. „Wir wurden vorher alle informiert. Natürlich ist es kontrovers, weil wir nicht genau wissen, was gesagt wurde. Aber wenn man sich anschaut, was in der Vergangenheit mit Vinicius Jr. passiert ist, macht es alles andere irrelevant“, erklärte der 33-Jährige auf einer Pressekonferenz nach der 0:2-Niederlage gegen die USA. Der Brasilianer war bei einem Spiel in der Champions League vermeintlich vom Argentinier Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden. Dabei hatte dieser seine Hand vor den Mund gehalten. Der 20-Jährige gab zwar zu, dass er Vinicius beleidigt habe, bestritt jedoch, dass es sich hierbei um eine rassistische Beleidigung gehandelt habe.„Wenn du jemandem etwas sagst, aber nicht willst, dass es jemand mitbekommt, dann sollte es wohl nicht gesagt werden. Für mich ist diese Regel eine klare Linie. Uns wurde vorher Bescheid gegeben“, ergänzte Irvine seine Aussagen. Im letzten Gruppenspiel geht es zwischen Australien und Paraguay noch um den zweiten Platz in Gruppe D. Auch der dritte Platz könnte jedoch für die K.-o.-Phase reichen.
