Fehlstart und Transferstau: Sorgen bei St. Pauli-Konkurrent Werder
Die Saison ist erst zwei Pflichtspiele alt, da kommt bei St. Pauli-Konkurrent Werder Bremen bereits Krisenstimmung auf.
Der Grund: Wichtige Leistungsträger haben den Verein verlassen, zahlreiche Stammkräfte sind verletzt und sowohl der Pokal- (0:1 in Bielefeld) als auch der Ligaauftakt (1:4 in Frankfurt) gingen krachend daneben. Gleichzeitig lassen entscheidende Verstärkungen weiter auf sich warten, erst drei externe Neuzugänge konnten die Bremer Bosse präsentieren. Entsprechend laut sind die Forderungen von Mannschaft und Trainer nach Neuzugängen. Mittelfeldprofi Senny Lynen etwa bejahte die Frage, ob man sich im Falle ausbleibender Verstärkungen Sorgen um Werder machen müsse: „Ich glaube schon.“ Chefcoach Horst Steffen wollte noch nicht den Alarmknopf drücken, benannte den Mangel aber ebenfalls klar: „Da sind noch ein paar Dinge zu tun. Das ist ganz klar. Und die Arbeit, die ich zu tun habe, ist die auf dem Platz.“Worte, die sich in erster Linie an Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz richten. Doch die Führungsetage tut sich schwer bei der Suche und gibt das auch offen zu: „Wir können nur das machen, was wir dann auch budgetär, wirtschaftlich auch umsetzen können“, sagte Fritz. Die Verletzten werde man ohnehin „nicht eins zu eins kompensieren“ können und überhaupt sei es eine „Herausforderung, einen Spieler zu finden, der uns wirklich besser macht“. Hinzu kommt der Zeitdruck: In einer Woche schließt das Transferfenster. Es werden geschäftige sieben Tage an der Weser.
