Gegen den eigenen Trainer! Fanproteste bei St. Pauli-Konkurrent
Der letzte Bundesliga-Sieg ist fast einen Monat her. Seitdem hat sich die Situation für St.
Pauli-Konkurrent Augsburg nur verschlechtert. Der Klub steht auf dem 15. Tabellenplatz, nur drei Punkte vor dem Relegationsrang. Kein Wunder also, dass von den Rängen Unruhe zu spüren ist. Bei der 0:1-Niederlage der Augsburger gegen den BVB am gestrigen Freitag, zeigten die Augsburg-Fans nun durch Transparente ihren Unmut. Konkret sind die Fans unzufrieden mit der Art und Weise, mit der im Klub seit diesem Sommer gearbeitet wird. Sandro Wagner wurde als Trainer verpflichtet und sollte die Augsburger Spielweise komplett umkrempeln. Wirklich erfolgreich ist dieser Wandel der Spielweise bisher noch nicht. Auf den Transparenten, die gezeigt wurden, standen die folgenden Sprüche geschrieben: „Niemand ist größer als der Verein.“ „Große Worte, keine Taten – wie lange wollt ihr noch warten?“ „Imagewechsel vollbracht: Von der grauen Maus zur Schießbude“, „Personenkult und Marketingwahn – das sind nicht unsere Werte.“ Die Kritik richtet sich also nicht nur gegen Trainer Wagner, sondern auch gegen die Klub-Verantwortlichen. Die haben indes Wagner ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen. „Wir arbeiten sehr gut zusammen. Die Punkte, die uns fehlen, ärgern extrem, aber trotzdem schaffen wir es immer wieder eine gute Stimmung aufzubauen“, erklärte Sportdirektor Benjamin Weber bei „Sky“. Es wird trotzdem bald Ergebnisse bedürfen, um die eigenen Fans zu besänftigen und wieder auf die eigene Seite zu ziehen.