Die Zeit spielt für St. Pauli: So kann die Blessin-Elf das Union-Bollwerk knacken
Gegen Union Berlin wird der FC St. Pauli vermutlich in eine ungewohnte Rolle schlüpfen und das Spiel dirigieren müssen.
Im Schnitt kommen die Eisernen pro Partie nur auf 36,6 % Ballbesitz, was der niedrigste Wert der Liga ist. Stattdessen setzt Steffen Baumgart voll auf eine kompakte Defensive und aggressives Umschalten. Für die Kiezkicker könnte in dieser Aufgabenverteilung die Statistik sprechen. Denn je länger eine Halbzeit dauert, desto eher neigen die Köpenicker dazu, hinten nicht mehr ganz so konsequent zu agieren. In den letzten 15 Minuten vor der Halbzeitpause kassierten sie bereits sieben Gegentore. Der höchste Negativ-Wert der Bundesliga. Und auch im zweiten Durchgang sieht es bislang nicht unbedingt besser aus. Hier klingelte es zwischen der 75. Spielminute und dem Abpfiff ganze sechs Mal. Das eröffnet St. Pauli die Chance, bis zuletzt an die drei Punkte zu glauben.