„Viele Tränen“: Große Emotionen nach Trainer-Rauswurf bei St. Pauli-Konkurrent
Sportvorstand Christian Heidel hat den entlassenen Trainer Bo Henriksen mit emotionalen Worten vom Schlusslicht und St. Pauli-Konkurrent Mainz 05 verabschiedet.
„Bo hat sich in einer Art und Weise verabschiedet, wie wohl noch niemand“, sagte Heidel einen Tag nach der Freistellung des Dänen: „Er hat 70 Menschen umarmt, es sind viele Tränen geflossen.“ Ein dauerhafter Nachfolger soll wohl bereits am Wochenende präsentiert werden. Henriksen, einst als Retter gefeiert, musste bei den Mainzern aufgrund der schwachen Ausbeute in dieser Saison gehen. Die Mainzer stehen zwei Punkte hinter dem in der Liga seit neun Spielen punktlosen FC St. Pauli auf dem letzten Platz.Heidel erklärte, der Prozess sei beidseitig mit größtmöglichem Respekt abgelaufen. „Wir haben uns super gut verstanden. Deshalb war es wichtig, dass die Trennung so stilvoll wie möglich abläuft“, sagte Heidel. Mit Kandidaten für die Nachfolge habe der Klub entsprechend erst ab dieser Woche gesprochen, auch die Mannschaft sei „kurzfristig informiert“ worden am Mittwoch. „Es war eine große Betroffenheit im Raum, da war eine besondere Verbindung“, sagte Heidel. Übergangsweise betreut U23-Trainer Benjamin Hoffmann die Mannschaft, allerdings wohl nur beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag (20.30 Uhr/Sky).
Am Wochenende könnte dann bereits ein neuer Cheftrainer präsentiert werden, so Heidel optimistisch. „Wir haben eine sehr, sehr konkrete Idee“, sagte er. „Ich würde nicht sagen, dass wir nach dem Gladbach-Spiel über einen Namen reden können, wenn ich mir nicht sehr, sehr sicher wäre, dass wir einen gefunden haben.“ Der neue Coach werde dabei „kein Bo Henriksen 2.0. Wir suchen ein anderes Profil. Sonst hätte es keine Veränderung gebraucht.“
