- 11.12.2025

Wegen kritischer Berichte: Klub von Ex-St. Pauli-Trainer Hürzeler sperrt Journalisten aus

Weil der englische „Guardian“ enthüllte, dass Tony Bloom, Klubbesitzer von Brighton & Hove Albion, sich einem Gerichtsverfahren stellen muss, in dem es um Betrug im Wettgeschäft geht, wurde die Zeitung von dem Premier-League-Klub von künftigen Akkreditierungen ausgeschlossen. Im Wortlaut heißt es in der Vereinsmitteilung gegenüber dem „Guardian“: „Es wäre unangemessen, wenn sich Journalisten und Fotografen des „Guardian“ ab dem Spiel am Sonntag gegen West Ham für Spiele im Amex Stadium akkreditieren würden.“ Konkret geht es in dem Verfahren um ein Wettsyndikat, an dem auch Bloom beteiligt sein soll, welches Strohmänner genutzt haben soll, um umfangreiche Sportwetten zu platzieren.

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So soll auch Bloom selbst als Strohmann auf Spiele seines eigenen Klubs gewettet haben.

Der Journalistenverband News Media Association kritisierte das Vorgehen der Seagulls scharf und nannte es einen „gefährlichen Präzedenzfall. Fußballklubs und ihre Eigentümer nehmen einen prominenten Platz im öffentlichen Leben ein, und mit diesem Profil geht Verantwortung einher – einschließlich der Verantwortung, den unabhängigen Journalismus zu respektieren.“ Auch Caroline Dinenage, die Vorsitzende des Kulturausschusses des Unterhauses, sprach von einem „besorgniserregenden Trend, dass Fußballklubs aufgrund von Berichten über sie den Zugang für Journalisten einschränken“.