Schiri-Boss: BVB-Star Schlotterbeck hätte gegen St. Pauli Rot sehen müssen!
Es war der große Aufreger bei St. Paulis 2:3-Pleite in Dortmund: In der 16.
Spielminute hatte BVB-Verteidiger Nico Sclotterbeck die Grätsche ausgepackt, als St. Paulis Schienenspieler Arkadiusz Pyrka bei einem Flankenlauf schon vorbeigezogen war. Der DFB-Star erwischte den polnischen Nationalspieler voll am rechten Knöchel. Ein derart heftiges Einsteigen, dass es an ein Wunder grenzte, dass Pyrka es nach einer längeren Behandlungspause letztlich unbeschadet überstanden hatte und weiterspielen konnte.„Wie Schlotterbeck da reingeht, da ist alles gegeben: Er spielt den Ball nicht, knöchelhoch – da ist im Normalfall der Fuß ab und dann sprechen wir darüber, dass es nach einer Viertelstunde eine Rote Karte ist“, befand St. Pauli-Trainer Alexander Blessin und sah die Kriterien für einen Platzverweis erfüllt. Doch Schiedsrichter Harm Osmers hatte Schlotterbeck mit Gelb verwarnt, kein grobes Foulspiel und eine eindeutige oder absichtliche Gesundheitsgefährdung gesehen.
Dem hat nun DFB-Schiedsrichter-Boss Knut Kircher widersprochen. „Ich könnte jetzt zufrieden sein, weil wir die Szene einheitlich bewertet haben“, sagte er laut „kicker”. „Das ist grundsätzlich gut. Allerdings wäre mir noch lieber gewesen, wir hätten es einheitlich richtig gemacht.” Nach Kirchers Einschätzung wäre nämlich eine Rote Karte die passende Konsequenz gewesen – und auch ein Eingriff des VAR. Die gewünschte hohe Eingriffsschwelle dürfe gegenüber dem Gesundheitsschutz keine Priorität genießen.
