Meggle über Derby-Fehlschuss: „Einer meiner dunkelsten Momente“
Es ist eine dieser Derby-Geschichten, die in Erinnerung bleiben. Im April 2002 gastierte der FC St.
Pauli zum Stadtderby im Volksparkstadion, bei einer Niederlage drohte der Abstieg. Vor dem Spiel hatte Thomas Meggle in der MOPO durchaus große Töne gespuckt, unter anderem angekündigt, dass man „den HSV in der ganzen Stadt lächerlich machen“ werde. „Es war eine Form des Zeichens, dass das unsere letzte Möglichkeit ist, in der Liga zu bleiben“, sagte Meggle nun dem „kicker“ und fügte selbstkritisch an: „Mit dem Wissen von nach dem Spiel hätte ich das wahrscheinlich so nicht gemacht.“Denn nach rund zehn Minuten bekam St. Pauli einen Elfmeter und damit die große Chance auf den 1:0-Führungstreffer zugesprochen. Meggle trat selbst an, scheiterte aber an HSV-Keeper Martin Pieckenhagen. „Für mich richtig bitter. Ich glaube, das war einer von zwei Elfmetern, die ich in meiner Karriere verschossen habe. Es war mit einer meiner dunkelsten Momente“, blickt Meggle zurück. Denn was folgte, war eine Demontage der Kiezkicker: Sieben Minuten nach dem Fehlschuss ging stattdessen der HSV mit 1:0 in Front, am Ende setzte es eine 0:4-Klatsche.
