- 03.02.2026

Bundesregierung stellt sich gegen St. Pauli-Präsident Göttlich

St. Pauli-Präsident Oke Göttlich hat mit seinem Vorschlag eines WM-Boykottes für viel Aufmerksamkeit gesorgt.

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Nun hat auch die Bundesregierung reagiert. „Wir haben uns innerhalb der Bundesregierung verständigt, und wenn es um einen Boykott geht, sagen wir: Das unterstützen wir nicht“, sagte Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, der „Süddeutschen Zeitung“. Die Haltung der Bundesregierung sei, dass der Sport nicht für die Gestaltung außenpolitischer Beziehungen wie zu den USA instrumentalisiert werden dürfe. „Darüber hinaus findet die kommende WM ja auch nicht nur in den USA statt, sondern auch in Kanada und Mexiko“, sagte die CDU-Politikerin, ein möglicher Boykott würde damit nicht allein die Vereinigten Staaten treffen. Mit Blick auf den Protest (One Love-Binde) bei der WM in Qatar, ergänzte Schenderlein: „Das war keine gute Situation, die da entstanden ist.“

Auch das Präsidium des DFB's, hat sich bereits klar gegen einen WM-Boykott positioniert. Ein Fernbleiben sei „derzeit kein Thema“, schrieb der Verband nach einer Sitzung am vergangenen Freitag. „Wir glauben an die verbindende Kraft des Sports und an die weltweite Wirkung, die eine Fußball-Weltmeisterschaft entfalten kann. Unser Ziel ist es, diese positive Kraft zu stärken - nicht sie zu verhindern“, hieß es. Göttlich hatte wegen der aggressiven Politik von US-Präsident Donald Trump unter anderem mit Blick auf Grönland und auch die Eskalation bei den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE im MOPO-Interview ein WM-Boykott angeregt.