Nach hartem Foul im Pokal: Blessin-Ansage an Fujita?
Mancher St. Pauli-Fan wird sorgenvoll geblickt haben, als Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand am Dienstagabend im Pokalspiel gegen St.
Pauli (3:0) die Hände hob und ein Rechteck in die Winterluft zeichnete: Der Däne forderte einen VAR-Eingriff – und einen Platzverweis. Vorangegangen war ein Foul von St. Paulis Joel Fujita an Leverkusens Exequiel Palacios. Der Japaner war dem Argentinier an der Seitenauslinie mit der offenen Sohlen auf die Wade gestiegen – eine Szene, die Schiedsrichter Florian Badstübner vermutlich deshalb nicht mit Rot, sondern mit Gelb würdigte und in welcher der Videoassistent nicht eingriff, weil Fujitas Tritt vergleichsweise langsam und nicht eben dynamisch vonstatten ging. Riskant war dieser trotzdem.St. Paulis Trainer Alexander Blessin will seinen Mittelfeldmann mit Blick auf das kommende Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) aber nicht zur Zurückhaltung mahnen. Man müsse sich doch mal die vorherigen Spiele von Fujita anschauen, forderte er: „Das kam noch nie vor. Ich unterstelle ihm da auch keine Absicht.“ In der Zeitlupe sehe so ein Foul „immer besonders schlimm aus“. Auch, wenn es dies womöglich gar nicht war. „Deswegen haben wir es jetzt gar nicht groß thematisiert“, sagte Blessin. Fujita wolle „natürlich jeden Zweikampf gewinnen, ist auch ein Vorreiter, was das betrifft, hat auch viele Ballgewinne und soll das auch weiterhin so machen. Deswegen bestärken wir ihn einfach“, erklärte der Trainer, der aber auch einschränkte: „Natürlich brauchen wir so unnötige Fouls nicht, die die Gefahr auslösen, dass er eine Rote Karte bekommt.“
