- 13.02.2026

Zweitliga-Überflieger aus Hamburg: „Bei St. Pauli habe ich den Spaß verloren“

Mit dieser rasanten Entwicklung eines ehemaligen St. Pauli-Sturmtalents war nicht zu rechnen.

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Der gebürtige Pinneberger Piet Scobel hatte im Januar 2025 den Hamburger Fußball verlassen und war das Abenteuer Nürnberg eingegangen. Beim Zweitligisten schaffte der heute 20-Jährige im November den Sprung aus der Regionalliga-Mannschaft zu den Profis, für die er in acht Einsätzen (viermal Startelf) bereits zwei Treffer erzielen konnte. „Ich fühle mich ziemlich gut – auf jeden Fall deutlich besser, als ich es noch am Anfang des Jahres erwartet hätte“, sagte Scobel nun im Interview mit transfermarkt.de. „Ich gehe nach wie vor mit den gleichen Gedanken auf den Platz: Ich möchte ein gutes Spiel machen und im Idealfall ein Tor schießen. Da ist es egal, ob ich in eine Zweitligapartie oder in ein Regionalliga- oder Oberligaspiel gehe.“

Piet Scobel jubelt im Trikot des 1. FC Nürnberg
Piet Scobel jubelt im Trikot des 1. FC Nürnberg .(Foto: Imago/Zink)

Dabei hätte er seine Schuhe schon im Jugendbereich fast an den Nagel gehängt. Von 2017 bis 2020 war Scobel im Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli – dann kam Corona. „Die Zeit war für mich damals genau wie für andere junge Spieler nicht immer leicht“, blickt er gegenüber transfermarkt.de zurück. „Generell war der Alltag im NLZ sehr durchgetaktet: Man geht zur Schule, dann fährt man zum Training und dann geht man ins Bett. Das ist schon relativ viel und es hat mir irgendwann nicht mehr so viel Spaß gemacht, wie am Anfang. Der Spaß ist für mich aber ein zentraler Faktor beim Fußballspielen. Als ich gemerkt habe, dass der immer seltener gegeben war, entschied ich zu diesem Zeitpunkt, dass es mir das nicht wert ist.“ Also verließ er den Kiezklub.

Bei Union Tornesch und dem Eimsbütteler TV fand Scobel dann in der Oberliga Hamburg die Freude am Spiel wieder, traf wie am Fließband – und schließlich wurde Nürnberg auf ihn aufmerksam. Unter Sturm-Idol Miroslav Klose fühlt sich der Ex-Hamburger nun sichtlich wohl.