Steigt St. Pauli-Konkurrent Wolfsburg direkt ab? Magath mit klarer Tendenz
Der einstige Meistertrainer Felix Magath hat seinen Glauben an den VfL Wolfsburg im Abstiegskampf verloren. „Ich befürchte, dass es für den VfL in die 2.
Liga geht“, sagte der 72-Jährige am Sonntag im Sport1-„Doppelpass“. Magath hatte das 0:0 der Wölfe gegen Borussia Mönchengladbach im Stadion verfolgt, obwohl er zunächst gar nicht hingehen wollte. „Ich habe gesagt: ,Nee du, lass. In der Situation will ich nicht‘.“ Dann habe er, mit Blick auf den jüngsten Erfolg bei Union Berlin (2:1), umgedacht: „,Mit diesem Sieg im Rücken packen sie das jetzt.‘ Also dachte ich, geh‘ ich doch hin.“Was Magath dann sah, enttäuschte ihn. „Dann saß ich da und habe mir gedacht: ,Wenn meine Mannschaft so trainiert hätte, wie die da unten rumlaufen, dann hätte ich denen gesagt, packt zusammen, lasst gut sein, wir trainieren heute nicht, wir kommen morgen wieder‘.“ Es habe an Aktivität gefehlt. „Ich hatte das Gefühl, sie sind mehr über den Platz geschlichen als gelaufen“, sagte Magath, der die Wolfsburger von 2007 bis 2009 und von 2011 bis 2012 trainierte. 2009 führte er den Klub überraschend zur Meisterschaft, 2011 rettete er ihn am letzten Spieltag. Damit das auch in dieser Saison noch gelingt, warnte Magath davor, alles auf das mögliche Endspiel am letzten Spieltag beim FC St. Pauli zu setzen. „Es ist riskant“, sagte er: „Ein Spiel ist ein Glücksspiel, das kannst du immer gewinnen oder verlieren.“ Der VfL belegt drei Spieltage vor Schluss als 17. einen direkten Abstiegsplatz, der Rückstand auf St. Pauli und den Relegationsrang beträgt einen Punkt.
