- 29.04.2026

Durch einen Ex-St. Pauli-Mitspieler: Deshalb wechselte Svend Brodersen nach Japan

Eigentlich hatte Svend Brodersen alle Voraussetzungen dafür, beim FC St. Pauli Teil eines langen gemeinsamen Weges zu werden.

- Anzeige -

LOKL - Produkte aus Hamburg
Der Torhüter durchlief zwischen 2013 und 2015 die Jugendmannschaften des Kiezklubs und wurde anschließend zu den Profis hochgezogen. Die Identifikation wäre absolut da gewesen. Doch kurz nach Olympia 2021 in Tokio folgte der Schritt zum Yokohama FC nach Japan. „Der Wechsel war tatsächlich schon vorher geplant. Ich wusste lange gar nicht, ob ich überhaupt für Olympia nominiert werde“, erklärt der 29-Jährige im Gespräch mit „Wir Profis“. „Der erste Kontakt nach Japan kam eher über meinen ehemaligen Mitspieler Ryō Miyaichi zustande, mit dem ich bei St. Pauli mehrere Jahre in der Kabine saß.“

Auch sportlich gab es durchaus Gründe. „In meinem letzten Vertragsjahr zeichnete sich dann ab, dass ich wahrscheinlich wieder Ersatzkeeper sein würde. Ich war damals 24 und habe mir die Frage gestellt: Bleibe ich hier und akzeptiere ich diese Rolle oder versuche ich noch einmal etwas Neues?“ Brodersen entschied sich für zweiteres. „Für mich war klar, dass ich unbedingt spielen wollte. Deshalb habe ich mich nach Möglichkeiten im Ausland umgeschaut.“

Dass es letztendlich Japan wurde, lag für den beidfüßig starken Schlussmann am Gesamtpaket. „Der wichtigste Punkt war die sportliche Perspektive: Ich hatte die Chance als Nummer eins zu spielen und das in der ersten Liga. Das war für mich entscheidend“, verrät Brodersen. „Dazu kam aber auch der kulturelle Aspekt. Wenn ich schon ins Ausland gehe, wollte ich auch etwas wirklich Neues erleben. Japan ist kulturell komplett anders als Europa. Und ehrlich gesagt hatte ich schon als Kind eine gewisse Verbindung durch Dinge wie Pokémon, Gameboy oder japanische Filme.“