Hätte St. Pauli sich von Blessin trennen müssen? Das sagt Mainz-Boss Heidel
Der FC St. Pauli blickt auf eine schwierige Saison zurück, die weit davon entfernt ist, beendet zu sein.
Mittlerweile muss man sich aus Sicht der Kiezkicker fast schon wünschen, dass es in dieser Spielzeit noch fünf (mit der Relegation), statt nur drei Partien gibt. Das Risiko, vom VfL Wolfsburg noch vom Relegationsrang verdrängt zu werden, ist nämlich nicht gering. Hätten sich die Hamburger also vielleicht von St. Pauli-Trainer Alexander Blessin trennen müssen, um auf die Situation im Tabellenkeller zu reagieren? Christian Heidel, Sportvorstand vom kommenden Gegner Mainz, findet: Nein. „Wenn ein Klub von einem Trainer überzeugt ist und den Weg weitergeht, obwohl man Spiele verliert – dann finde ich diese Einstellung top“, erklärte Heidel im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ und begründete seine Aussage wie folgt: „Mein Eindruck ist, dass Alexander Blessin ein richtig guter Trainer ist, der zu St. Pauli passt. Ich mag auch seine Interviews, wie er sich nach Spielen äußert – auch dann, wenn es mal schlecht läuft.“ Heidel kann daher durchaus nachvollziehen, warum die Hamburger so lange an dem Coach festgehalten haben, auch als es zwischenzeitlich neun Niederlagen in Folge gab. Er selbst hatte bei Bo Henriksen im Dezember die Reißleine ziehen müssen. Die Mainzer befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz. Der neue Trainer Urs Fischer hat den Bundesligisten mittlerweile schon so gut wie zum Klassenerhalt geführt. „Aus meiner Sicht war es richtig, an Blessin festzuhalten, und ich würde mich auch freuen, wenn St. Pauli die Klasse hält“, findet der Mainzer Sportvorstand trotzdem. Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt könnten die Braun-Weißen nun am Sonntag tun – dafür braucht es gegen die Mainzer unbedingt Punkte.