„St. Pauli von der Liga belächelt“: Mainz-Boss stichelt vor Duell
Vor dem Duell gegen den FC St. Pauli (Sonntag, 15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) hat Mainz-Sportvorstand Christian Heidel im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ über den Kiezklub gesprochen.
Neben dem Sportlichen ging es dabei auch um Themen abseits des Platzes. Hier hat Heidel nämlich eine in Teilen kontroverse Meinung. Nicht zur politischen Einstellung der Hamburger – im Gegenteil, diese schätzt er sogar eher: „Es ist völlig in Ordnung, dass St. Pauli als Verein, der politisch links einzuordnen ist, diese Sichtweise vertritt. Sie besetzen damit eine Nische – und das machen sie überragend gut.“ Vielmehr geht es um die Sichtweise, die der Kiezklub über sich selbst hat. Der 62-Jährige findet nämlich, dass sich die Braun-Weißen selbst zu klein machen. „Das machen Sie bei St. Pauli schon immer – und das machen sie auch gut“, erklärte der Mainzer und ergänzte: „Dieses Understatement gibt es auch ein bisschen hier in Mainz, aber man muss schon sagen, dass etwa die Vermarktung von St. Pauli top ist. Dafür, dass man dann auf den Kommerz schimpft, wird man in der Liga ein bisschen belächelt, aber sie machen ihre Sache trotzdem gut.“ Schätzen tut Heidel den Kiezklub aber trotzdem. „St. Pauli ist St. Pauli – diese Art ist einmalig“, findet der Sportvorstand des kommenden Gegners, der sich wünschen würde, dass die Braun-Weißen die Klasse halten und in der Bundesliga bleiben.