„In die Geschichte eingehen“: Linksfraktion lobt mutigen St. Pauli-Schritt
Auch wenn es sportlich derzeit nicht ganz so gut läuft für den FC St. Pauli, entwickelt sich der Verein stets weiter.
Am Donnerstag verkündete der Kiezklub gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“, dass sie als erster Bundesliga-Verein einen Tarifvertrag haben werden. „Ziel ist es, ein transparentes und verlässliches Fundament für Arbeitsbedingungen und Vergütungsstrukturen zu schaffen“, heißt es von Vereinsseite. Leitende Angestellte sowie der sportliche Bereich des Profifußballs inklusive Nachwuchsleistungszentrum und eSports sind ausgenommen. „Der Tarifvertrag sorgt für mehr Transparenz und Verlässlichkeit in zentralen Fragen von Vergütung und Arbeitsbedingungen“, sagt St-. Paulis Vizepräsidentin Hanna Obersteller.Auch von außen gab es Zuspruch für diesen Schritt. Kay Jäger, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, meint: „Der Tarifabschluss ist ein mutiger Schritt, um den Beschäftigten Anerkennung für ihre Arbeit zu zollen. Wir hoffen, dass dieser Tarifabschluss nun aber auch zur Vorlage für den gesamten Profifußball wird.“ In einer Mitteilung der Linksfraktion sagt Martin Wolker, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Der FC St. Pauli zeigt wieder einmal, dass man auch abseits des Spielfelds Maßstäbe setzen kann: egal ob bei der Vereinsstruktur oder jetzt bei den Arbeitsverhältnissen. Mit dem allerersten Tarifabschluss könnten sowohl der Klub als auch ver.di in die Geschichte des deutschen Profifußballs eingehen.“
