Lag es an der Spielweise? Ex-St. Pauli-Trainer begründet Abstieg
Fünf Tage ist es nun her, dass die Entscheidung gefallen ist, dass der FC St. Pauli zum sechsten Mal in der Klub-Geschichte den bitteren Gang in die zweite Liga antreten musste.
Wie viele, saß auch Ex-St. Pauli-Trainer Olaf Janßen am Samstag-Nachmittag vor dem Fernseher und musste mitansehen, wie der Kiezklub zum Zweitligisten relegiert wurde. Einige Tage später konnte er im Interview mit „Regionalsport“ aber schon etwas nüchterner auf das Geschehene blicken: „St. Pauli ist mit Sicherheit nicht am Samstag abgestiegen. Wenn du am Ende nur 26 Punkte auf dem Konto hast, kann man nicht erwarten, in der Liga zu bleiben“, erklärte der 59-Jährige. Dass es nicht für ein besseres Ergebnis gereicht hat, hätte laut Janßen auch mit der Spielweise der Kiezkicker zu tun. Während Aufstiegstrainer Fabian Hürzeler vor zwei Jahren noch einen attraktiven Offensiv-Fußball spielen ließ, wählte Blessin einen deutlich defensiveren und realistischeren Ansatz, um die Braun-Weißen in der Bundesliga zu halten. „Im ersten Jahr war er damit erfolgreich“, erklärte Janßen, ergänzte jedoch: „In diesem Jahr kamen individuelle Fehler in der Defensive dazu und auch im Umschaltspiel fehlte die Torgefahr. Im Sturm hat einfach auch ein Stück weit die individuelle Klasse gefehlt“, bilanzierte er nach dem Abstieg der Hamburger. Janßen glaubt aber dennoch, dass der FC St. Pauli sich von diesem Rückschlag erholen wird: „Ich kenne aus meiner Zeit das Umfeld und ich weiß, dass der Verein wieder aufsteht und zurückschlägt.“