- 29.06.2026

Titel reichen nicht: St. Pauli-Boss spricht über die NLZ-Philosophie

Die U13 des FC St. Pauli krönte sich Anfang Juni zum Hamburger Pokalsieger und holte damit den nächsten Titel an den Brummerskamp.

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Für NLZ-Boss Benjamin Lietdke ist die langfristige Arbeit mit den Talenten allerdings viel wichtiger als Trophäen. Im „Hamburger Abendblatt“ erzählt der 39-Jährige, dass nun auch die Trainer viel mehr in den Blickpunkt gehoben und weiter ausgebildet werden sollen. Dabei mache er keinen Unterschied, ob es sich um den Coach der U13, der U19 oder der U23 handelt. „Wir unterscheiden dabei nicht nach Altersklassen, sondern nach Qualifikationen“, erklärt Liedtke. „Ein Qualitätsmerkmal für mich ist die Kontinuität auf einer Trainerposition, zum Beispiel gemessen an der Frage: ,Wie oft hat jemand diese Altersklasse schon betreut?‘“

Trainer, die im Jugendbereich unterwegs sind, sollen sich in diesem Profil weiter gestärkt sehen. „Erwachsenen- und Jugendfußball sind zwei unterschiedliche Systeme. Von der Ausbildungskonzeption her ist es nicht unbedingt vorgesehen, dass ein U17-Trainer Profitrainer wird“, so der ehemalige Lehrer. Über die Herausforderungen am Niendorfer Standort ist er sich bewusst. „Infrastrukturell ist unsere Situation am Brummerskamp herausfordernd, sodass wir interne Lehrgänge noch nicht in der Häufigkeit durchführen können, wie wir es gerne würden“, verrät Liedtke. Deshalb sollen in Zukunft auf frewiligger Basis unter anderem Coach-Cams und ein digitales Fortbildungstool auf freiwilliger Basis eingeführt werden.