- 04.07.2026

Nach WM-Aus: St. Paulis Irvine nimmt kritisierten Teamkollegen in Schutz

Es war durchaus eine Überraschung, den 18-jährigen Innenverteidiger Australiens, Lucas Herrington, als vierten Schützen zum Elfmeterschießen gegen Ägypten antreten zu sehen. Normalerweise übernehmen die älteren und erfahreneren Mitspieler diese Aufgabe.

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So kam es, dass Herrington antrat, an der Unterkante der Latte scheiterte und Australien im Sechzehntelfinale ausschied. Im Internet gab es dafür reichlich Kritik am noch sehr jungen Nationalspieler. St. Pauli-Kapitän Jackson Irvine wollte davon nach dem Spiel aber nichts hören. „Es gibt nicht viele Worte, die du einem Spieler in so einem Moment sagen kannst“, erklärte der Mittelfeldspieler der Socceros im Interview mit dem australischen Medium „ABC“. „Es geht ums Team, nicht um einzelne Spieler. Dass er den Mut hatte, in diesem Moment anzutreten zeugt von unglaublicher Härte“, nahm Irvine seinen jungen Teamkollegen in Schutz.

Die Australier haben in Nordamerika zwar zum zweiten Mal in Folge die K.o-Phase einer WM erreicht, sind dort aber jeweils im ersten Spiel gescheitert. „Man muss sich selbst erlauben, das zu fühlen. Das ist der härteste Teil. Alles zu fühlen“, so der St. Pauli-Kapitän, der alle negativen Emotionen meint, die zu seinem WM-Aus dazugehören: „Der Schmerz, die Enttäuschung, der Herzschmerz, all die Leistung und Hoffnung, die heute reingegangen ist.“ Irvine will diese negativen Gefühle jedoch in etwas Gutes umwandeln. „Das wird uns nach vorne bringen. Dass man sich nicht nochmal so fühlen will“, erklärte der 33-Jährige.