- 08.04.2026

Zu einseitig: Vor welcher „Gefahr“ St. Pauli-Boss Göttlich warnt

Die Bundesliga scheint sich nach der Sensations-Meisterschaft von Bayer 04 Leverkusen in der Saison 2023/24 wieder in ihren normalen Bahnen zu bewegen. Der FC Bayern München grüßt von der Tabellenspitze und scheint dem Rest der Teams komplett enteilt zu sein.

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Oke Göttlich hat in der „SportBild“ dafür eine Erklärung. „Die Bayern sind national bereits sportlich sowie wirtschaftlich so gut wie uneinholbar, weil sie – und das ist mir wichtig – in den vergangenen Jahrzehnten hervorragend gearbeitet haben und ihren Vorteil durch den damaligen Kirch-Deal maximieren konnten. Daran würde ein wünschenswerter, anderer Verteilungsmechanismus nichts ändern, auch wenn der Gesamtwettbewerb dadurch fairer würde“, erklärt der Präsident des FC St. Pauli. Fakt sei für ihn: „Das Produkt Bundesliga wird unattraktiver, wenn die Ergebnisse vorhersehbarer werden. Wenn etwa die Chance für uns immer geringer wird, gegen Bayern oder Champions-League-Anwärter wie Dortmund und Leipzig einen Punkt zu holen.“

Gemessen an den wirtschaftlichen Voraussetzungen sind selbst Mittelklasseklubs den Kiezkickern enteilt. „Wir als FC St. Pauli haben das Ziel, uns als Bundesligist zu etablieren. Aber ein etablierter Klub wie etwa Augsburg hat allein durch höhere TV-Einnahmen rund 20 bis 30 Millionen Euro mehr pro Jahr zur Verfügung. Europapokal-Teilnehmer kommen auf eine noch weit höhere Summe. Darin liegt ein großer Fehler“, so Göttlich. „Die Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb werden unsolidarisch nicht an die anderen Klubs weitergegeben. Das sorgt für eine noch größere finanzielle Schere – und schlussendlich für noch mehr Vorhersehbarkeit.“ Eine Entwicklung, die von außen beeinflusst werde. „Die TV-Sender, die viel Geld für ihre Rechte bezahlen, können attraktive und spannende Spiele so nicht gewährleisten. Darin sehe ich eine Gefahr.“